Chelsea boots

 

Chelsea Boots sind feste, relativ warme Halbstiefel, die robust aber auch elegant wirken können. Sie passen zum Beispiel zum kleinen Schwarzen. So wirkt dieses Outfit etwas weniger festlich als mit glamouröseren Schuhen wie etwa Pumps oder Stilettos, also zarte Schuhe mit Pfennigabsätzen.

Schwarz blieb der Trauerkleidung vorbehalten. Coco Chanel entwickelte das Modell das kleine Schwarze in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts. In den 1950ern erlebte das kleine Schwarze eine Renaissance als Cocktailkleid. Frauen, die zur Cocktailparty in einer Wolke aus bedrucktem Taft oder einem Cheongsam aus chinesischer Seide mit Pelzstola oder kostbarem Cardigan erschienen, fühlten sich hoffnungslos overdressed neben einer Dame im schlichten schwarzen Etuikleid, die dazu eventuell ein paar Diamanten trug und unbedingt einen Martini in der Hand hielt.
Als Audrey Hepburn im Jahr 1961 die Holly Golightly in Frühstück bei Tiffany spielte, etablierte sie das kleine Schwarze. Hepburn repräsentierte den neuen Frauentyp, im Gegensatz zu einer anderen, viel üppigeren Schauspielerin in ihrem sich der Schwerkraft widersetzenden Kleid aus Fellinis Das süße Leben.
Dies alles ist inzwischen Schnee von gestern, doch das kleine Schwarze ist immer noch in und ein Must-have im Kleiderschrank jeder Frau. Dazu ein paar Chelsea Boots und man hat nichts verkehrt gemacht.
Natürlich passen Chelsea Boots im Übrigen auch einfach zu Jeans und T-Shirt oder Pullover bzw. zu einem Mix aus Straßenmode und Couture. Man kombiniere sie zu bunte bedruckten Kleidern mit Kaschmirstrick oder zu Flanellhemden. Chelsea Boots sind nicht zu verwechseln mit Doc Martens. Gerade im Herbst oder Winter sind diese Treter optimal, um Wind und Wetter zu trotzen sowie trockenen Fußes nach Hause zu kommen. Wichtig für ein gelungenes Outfit, ist die passende Handtasche zum Schuh. Chelsea Boots sind bequem und lässig. Auch einen längeren Spaziergang dürften sie ohne Probleme überstehen. Bestens geeignet für Frauen mit Hund, die oft Gassi gehen. Ansonsten ist die Passform von Chelsea Boots überragend und die Optik stimmt einfach.

Futuristische Elemente finden sich in der Mode der letzten 50 Jahre ebenso wie historische. Gerade dieser Mix trägt zur Kreativität bei – die Wertschätzung von Vergangenem und das Streben nach Neuen. Die Zukunft der Modeindustrie gleicht einem Balanceakt. Prognosen zu künftigen Modetrends sind ein wesentlicher Bestandteil des Marketings und Prognosen zur Verfügbarkeit von Ressourcen haben das Thema Nachhaltigkeit in den Vordergrund treten lassen. In einer Konsumgesellschaft, die sich dieser Dinge stärker bewusst wird, rücken ethische Fragen in den Blickpunkt. Das durch Blogs, Onlineartikel und E-Commerce immer schnellere Tempo der Branche lässt tatsächlich wenig Zeit und Raum zum Nachdenken.

Chelsea Boots kann man im Grunde genommen auch gut zu Punk Mode kombinieren. Vivienne Westwood kreierte gemeinsam mit ihrem Partner Malcolm McLaren rotzfreche Punkmode und schuf damit das Bindeglied zwischen den 70er- und 80er-Jahren. Betrachtet man den Herzschlag der Mode, war Punk eine Art Rhythmusstörung, ein Beispiel dafür, dass solche Aussetzer der Mode hin und wieder gut tun.
Auch Stars und Starlets lieben Chelsea Boots. Dass Heidi Klum Chelsea Boots trägt, ist für das deutsche Model selbstverständlich. Auch Kate Winslet oder Helene Fischer wurden schon mit Chelsea Boots gesichtet.